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Mein Sommer: Weihnachten, Karneval, Ostern und Rio de Janeiro

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Oi gente! Bei mir hat im Februar nach zweieinhalb Monaten Sommerferien die Schule wieder angefangen. Meine schulfreie Zeit habe ich zum großen Teil mit und ohne Surfbrett am Strand verbracht. Deshalb war es ein bisschen schwer für mich, zu realisieren, dass es Weihnachten wird, auch wenn überall festliche Beleuchtung zu sehen war und in der Innenstadt sogar bei 35°C Plastikschneemänner aufgestellt wurden. Zudem hatte ich das Gefühl, dass die Feiertage in Brasilien nicht so festlich begangen werden wie in Europa. An Heiligabend war ich abends in der Christmette. Später kam Verwandtschaft und es wurde, wie bei den meisten feierlichen Anlässen in Brasilien, gegrillt. Für das typische churrasco  werden große Stücke Fleisch in grobkörnigem Salz gewälzt, auf Spießen gegrillt und danach in kleine Streifen geschnitten. Ich habe vermutlich noch nie so gutes Steak wie in Brasilien gegessen. Neben churrasco  gab es aber auch noch einen Truthahn, Salate und Nachspeisen. ...

Surfen, Spätzle und Weihnachtsstimmung bei 30°C

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Oi gente! Bei mir haben pünktlich zur Weihnachtszeit die Sommerferien angefangen. Ich habe seit dieser Woche bis nach Fasching schulfrei. Langweilig wird es mir aber vermutlich nicht, ich bin zurzeit eigentlich fast jeden Tag mit Freunden oder meiner Gastfamilie am Strand. Heute hatte ich sogar meine erste Surf-Stunde. Es war zwar sehr anstrengend, hat aber unglaublich viel Spaß gemacht. Ich habe es sogar schon geschafft, ein paar Wellen im Stehen zu bezwingen. Es freut mich riesig, dass ich als Allgäuerin die Möglichkeit habe, Surfen zu lernen. Im November hatte meine Schule eine Aktion, bei der wir Schüler die Geschichte unserer Schule vorgestellt haben. Das Colégio Stella Maris wurde 1911 von Klosterfrauen gegründet, die aus Deutschland nach Brasilien gekommen sind. Die Möglichkeit hat meine Klasse genutzt, um Spenden, in Form von Hygieneprodukten, für ein Altenheim zu sammeln. Diese haben wir dann auch selbst überreicht und uns danach noch mit den Bewohnern unterhalt...

Partys und Delfine

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Mittlerweile bin ich schon mehr als zwei Monate in Brasilien. Da ich mich etwas länger nicht mehr gemeldet habe, hier eine Zusammenfassung meiner Erlebnisse in den letzten Wochen: Letztens war der Bruder meiner Gastmutter mit seinem Lebensgefährten am Wochenende zu Besuch. Wir haben einen wunderschönen Tag am Strand verbracht. Leider ist es zum Baden immer noch zu kalt, dafür habe ich aber sehr viele Delfine gesehen. Die Delfine schwimmen in einem Kanal, der den Eingang zur großen Lagune bildet und mein Viertel von der Stadt trennt. Vor allem an windstillen Tagen kommen sie an die Oberfläche, selten konnte ich aber so viele wie an diesem Tag beobachten. Aufgrund einer einzigartigen Zusammenarbeit von Fischern und Delfinen waren sogar schon internationale Filmteams hier um zu drehen, zum Beispiel diese Dokumentation von Animal Planet. Am nächsten Wochenende war ich auf einer Uniabschlussfeier. Eine Woche zuvor war ich mit einer Freundin bei ihrer Tante, die mich dazu eingeladen...

Mein spontaner Theaterauftritt und die brasilianische Unabhängigkeit

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1500 landete zum ersten Mal ein Europäer in Brasilien und nahm den Fleck Erde für seinen portugiesischen König in Besitz. Aus Europa kamen viele Siedler, vor allem aus Portugal. Die Brasilianer versklavten die Ureinwohner, verschleppten Afrikaner und wurden bald zur stärksten Zuckermacht der Welt, im 18. Jahrhundert zum größten Goldproduzenten. 1807 floh der portugiesische Königshof vor Napoleon und fand Zuflucht in der Kolonie. Dem Prinzregenten Dom João gefiel es in Südamerika dann aber so gut, dass er selbst nach Frankreichs Niederlage acht Jahre später nicht zurück wollte. Also proklamierte er das Vereinigte Königreich von Portugal und Brasilien und regierte von Rio de Janeiro aus. Joãos Sohn Dom Pedro I. rief dann im Jahr 1822 ganz pathetisch "Independência ou morte!" und erklärte sich dabei zum Kaiser des unabhängigen Kaiserreichs Brasilien. Dieser Tag wird in Brasilien jährlich am 7. September gefeiert.  Meine Schule führte ein Theaterstück auf, in dem 11 und 12-jähr...

Brasilien!

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Ich bin in Brasilien! Sonne, Strände, Regenwald, Karneval. Und ich bin mitten drin, schon seit zwei Wochen. Seitdem habe ich Kokusnüsse geknackt, bin in Bussen mit offenen Türen gefahren, habe Delfine beobachtet und in einer Woche vermutlich mehr Küsschen von älteren Damen erhalten als in meinem ganzen Leben in Deutschland. Los ging`s am achten August. Mit meiner Familie fuhr ich zum Flughafen in München und flog zusammen mit anderen YFU-Austauschschülern nach Frankfurt, von da aus dann nach Rio de Janeiro. Rio konnte ich aber nur vom Busfenster aus bewundern. Nach circa einer Stunde Fahrt sind wir in einer wunderschönen Anlage angekommen. Dort hatte ich mein Orientierungsseminar, gemeinsam mit ungefähr 30 anderen Austauschschülern aus der ganzen Welt. Wir haben dort über die brasilianische Kultur geredet und Portugiesisch gelernt. Die meiste Zeit durften wir aber entspannen und Spaß haben. Wir konnten alle immer noch gar nicht richtig realisieren, dass wir jetzt wirklich in Brasil...